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»Die Verschwundene« im Kino

Ein Schrei markiert den Anfang dieses Films, aber er kommt nicht von einem Menschen, sondern einer Ziege, die auf dem Rücken eines Mopedfahrers durch Abidjan, die grösste Stadt der Elfenbeinküste, gefahren wird. In einer anderen, wesentlich kälteren Ecke der Welt, auf einer abgelegenen Landstrasse im französischen Zentralmassiv, entdeckt die Polizei nach einem Schneesturm ein leeres Auto. Die Besitzerin des Wagens ist nirgends aufzufinden. Wie sich im Laufe dieses Films auf immer wieder überraschende Weise herausstellen wird, haben gleich mehrere Menschen mit ihrem Verschwinden zu tun: ein Ehepaar, das sich offenbar auseinandergelebt hat; ein seltsamer, solitärer Bauer mit Hund; eine junge Pariser Kellnerin und ebenjener Mopedfahrer in Abidjan. Sie alle eint eine Sehnsucht nach Nähe, in die sich auch ganz menschlich-tierisch sexuelles Begehren mischt.

Virtuos verknüpft Dominik Moll in seiner Verfilmung von Colin Niels Kriminalroman Nur die Tiere verschiedene Handlungsfäden zu einem Thriller, der auch in die bitter-heiteren Abgründe des globalisierten Kapitalismus blicken lässt. (F/D 2019)


29. Juli – 04. August 2021
München (D), Werkstattkino, Fraunhoferstraße 9
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Ein Abend für Ulrich Becher

Anlässlich der Bücherverbrennungen, die sich 2021 zum 88. Mal jähren, widmete das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 dem Schriftsteller Ulrich Becher einen Abend. Und erinnerte damit zugleich an die vielen anderen Autor(inn)en, deren Werke öffentlich verbrannt wurden und die im Exil nicht selten auch einen künstlerischen Neuanfang wagen mussten.
Ulrich Becher, geboren 1910, stand am Beginn einer vielversprechenden Karriere als Schriftsteller, als seinen Erinnerungen zufolge sein Erstling, der 1932 bei Rowohlt verlegte und positiv besprochene Novellenband Männer machen Fehler, den NS-Bücherverbrennungen im Mai 1933 zum Opfer fiel. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Becher schon im Exil: Nach dem Reichstagsbrand im Februar 1933 hatte er Deutschland verlassen und lebte zunächst in Österreich, nach der Annexion 1938 floh er in die Schweiz. Weil ihm dort kein dauerhafter Aufenthalt gewährt wurde, führte ihn sein weiterer Exilweg 1941 nach Brasilien, dann 1944 in die USA, wo auch Teile seiner New Yorker Novellen entstanden. 1948 kehrte Becher nach Europa zurück und lebte ab 1954 bis zu seinem Tod 1990 dauerhaft in Basel.
Ein gekürzter Mitschnitt vom 12. Mai 2021.


01. August 2021 12:04 Uhr
hr2-kultur: Literaturland Hessen
07. August 2021 18:04 Uhr
hr2-kultur: Literaturland Hessen

»Les voyages extraordinaires d’Ella Maillart«

Ein Dokumentarfilm von Raphaël Blanc (CH 2017) über die legendäre reisende Journalistin und Schriftstellerin.


07. August 2021 15:09 Uhr
TV5Monde Europe
14. August 2021 02:47 Uhr
TV5Monde Europe
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Ins Weite. Reisen in Film, Musik, Literatur: Annemarie Schwarzenbach

Alle Wege sind offen: Die Reise nach Afghanistan 1939/1940
Texte und Fotografien von Annemarie Schwarzenbach
Einführung und Konzeption: Roger Perret; Lesestimme: Ariane Zeuner; Moderation: Hansjörg Bay
koki-freiburg.de


10. August 2021 21:00 Uhr
Freiburg im Breisgau (D), Alter Wiehrebahnhof, Freiluftbühne im Kastaniengarten, Urachstraße 40

»Abhauen« auf Radio SRF 1

Welcher Roman spielte in unserem Leben eine herausragende Rolle? Beeinflusste unsere Biographie? Stand Pate bei einer grossen Entscheidung? Felix Münger hat sich an den Solothurner Literaturtagen mit den Autorinnen Zora del Buono und Melitta Breznik über prägende Leseerlebnisse unterhalten. Zora del Buono bringt die Erzählung Abhauen des 1887 in La Chaux-de-Fonds geborenen Autors Blaise Cendrars mit an den Literatur-Stammtisch. Die Erzählung handelt von einem jungen Mann, der einsam in einem Pariser Hotelzimmer vor sich hinlebt und dann plötzlich ins Unbekannte aufbricht. Das schmale Buch über die Suche nach dem Richtigen habe ihr Leben stark beeinflusst, sagt Zora del Buono – und er tue dies bis heute.


10. August 2021 21:03 Uhr
Radio SRF 1: Buchzeichen
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Vorträge von Florianne Koechlin

Florianne Koechlin, Biologin, Stiftungsrätin der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und der Swissaid, wurde bekannt als Gentechnikkritikerin. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit verblüffenden Talenten der Pflanzen- und Tierwelt und mit der Frage, wie diese einer nachhaltigen Landwirtschaft dienen können.


13. August 2021 19:00 Uhr
Basel, Theater Süd, Gundeldingerfeld, Dornacherstrasse 192

Ein thematischer Spaziergang

26. September 2021 15:00 Uhr
Sihlwald ZH, Wildnispark

WWW – das Wood Wide Web
wildnispark.ch

16. Oktober 2021

Bioterra Uri/Schwyz

20. Oktober 2021
Hirschthal AG, Biberburg, Auenweg 1

Das Flüstern im Walde

12. November 2021 10:30 Uhr
Rheinau ZH, Mehrzweckhalle, Poststrasse 22

Pflanzen kommunizieren und vernetzen sich – was heisst das für die Züchtung?
Jubiläumstagung Bioverita

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Jacques Chessex, der Wundenaufreisser aus der Schweiz

Die Landschaften der französischen Schweiz zwischen den bewaldeten Hängen des Jura und dem funkelnden Genfersee sind eine wahre Postkartenidylle. Doch der See ruht nicht mehr so still, seit Schriftsteller Jacques Chessex in den 1960er Jahren die Scheinheiligkeit der calvinistischen Gesellschaft zum Thema seiner Werke machte. Mit Romanen wie La Confession du Pasteur Burg und Ein Jude als Exempel wollte er seine Landsleute aufrütteln und zur Selbstreflexion anregen.


24. August 2021 13:00 Uhr
arte: Stadt Land Kunst
25. August 2021 08:35 Uhr
arte: Stadt Land Kunst

Lesungen Werner Rohner, Was möglich ist

03. September 2021
Biel BE, Literaturcafé, Obergasse 11

zusammen mit Laura Vogt
litcafe.ch

15. Oktober 2021 19:30 Uhr
Feldkirch (A), Theater am Saumarkt, Mühletorplatz 1

Zusammen mit Jürgen-Thomas Ernst, Mieze Medusa, Ulrike Ulrich und Eva Schmidt.
Moderation: Marie-Rose Rodewald Cerha
saumarkt.at

26. Oktober 2021
Luzern, Loge, Moosstrasse 26

Beschränkte Platzzahl: Bitte direkt über info@logeluzern.ch oder per SMS an 079 606 95 44 reservieren.
logeluzern.ch

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Literatur am Mittag: 51 Jahre Lenos Verlag

Martina Kuoni im Gespräch mit Lenos-Verleger Tom Forrer über das Büchermachen damals und heute, über Höhepunkte, Herausforderungen und ein Jubiläum mit Irritationen


07. Dezember 2021 12:15 Uhr
Basel, Stadtbibliothek, Im Schmiedenhof 10