LENOS

Grand Prix Jean Giono

Alain Blottière
Wie Baptiste starb

Roman

Aus dem Französischen von Margret Millischer


Hardcover, mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85787-495-6
Seiten 180
Erscheint 30. April 2019
€ 20.00 / Fr. 27.00

Eindringlich und brillant erzählt: die Geschichte einer Entführung durch Dschihadisten und der unmöglichen Rückkehr in die Normalität

Sie waren auf einem Wüstentrip – Baptiste, seine Eltern und seine zwei kleinen Brüder –, als sie von einer Gruppe Dschihadisten entführt wurden. Nach Wochen der Gefangenschaft hat Baptiste als Einziger die Freiheit wiedererlangt. In einer hartnäckigen Befragung versucht ein Ermittler, ihm Einzelheiten aus der Zeit seiner Geiselhaft zu entlocken. Nur widerwillig lässt sich der Junge darauf ein, und es scheint zunächst, als habe er vieles verdrängt. Doch Stück für Stück enthüllt sein Gedächtnis, was ihm während seiner Gefangenschaft widerfuhr. Er ist überzeugt, nicht mehr Baptiste zu sein, sondern den Namen eines Wüstenfuchses zu tragen: Yumaï.

Meisterhaft versteht es Alain Blottière, den Leser immer tiefer in die Mäander von Baptistes Erinnerung zu ziehen, bis schliesslich eine bittere Wahrheit sichtbar wird. In starkem, geradezu paradoxem Kontrast dazu steht die betörende Schönheit der Wüste, wie sie der Junge auch erlebt hat, ihre Magie, die ihm aller Angst und Gewalt zum Trotz Zuversicht gab.

Für den Roman wurde Alain Blottière 2016 mit dem Grand Prix Jean Giono, dem Prix Décembre und dem Prix Mottart der Académie française ausgezeichnet.

Pressestimmen

Alain Blottière bringt uns in den Kopf eines Jugendlichen, der das Unaussprechliche durchlebt hat. Die Satzbrocken, die er seinem Gesprächspartner hinwirft, sind Poesie, die Geschichte, die er dem Leser anvertraut, ein schmerzvolles Geheimnis.
— L'Obs