LENOS
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LP 252
www.lenos.ch
Vera Hohleiter
Schlaflos in Seoul
Lenos Verlag
Erstmals erschienen 2009 im Deutschen Taschenbuch Verlag, München
LP 252
Überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe
Erste Auflage 2026
Copyright © 2026 by Vera Hohleiter
Alle Rechte vorbehalten
Satz und Gestaltung: Lenos Verlag, Basel
Umschlagfoto: Kim Sung-ryong
Printed in Germany
ISBN 978 3 85787 852 7
Die Autorin
Vera Hohleiter lebt und schreibt in Basel. In Berlin und Paris studierte sie
Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft und Geschichte und absolvierte an
der Ewha-Frauenuniversität in Seoul ein Koreanischstudium. Als Journalis-
tin arbeitete sie in Deutschland, der Schweiz, Südkorea und den USA für
Radio- und Fernsehsender, Print- und Onlinemedien. Neben Schlaflos in
Seoul veröentlichte sie den Roman Jenseits der Dinge (2025) sowie zahlreiche
Erzählungen in Literaturzeitschriften und Anthologien.
verahohleiter.com
Inhalt
Es war einmal … 7
Wie alles begann 13
Glühwürmchen und andere Erscheinungen 21
Buchwissen und Realität 29
»Das ist ein bisschen merkwürdig« –
Von den Tücken der koreanischen Sprache 37
Nonstop in der Bibliothek – Studium in Korea 49
Blind Date als Volkssport 57
Hochzeit im Akkord 67
Was ist ein Vegetarier? 78
Mitbewohner und anderes Getier 88
Hanbok und Hightech 100
Mit Hyun-jung in Hongdae 110
English Mania 121
Erst wenn der Chef geht, ist Feierabend 130
Die tratschenden Schönheiten 141
Hallyu – die Koreanische Welle 153
Das Glück liegt im Schnapsglas 163
Schwiegermütter und andere Schrecken 172
Seoul – die Stadt, die niemals schläft 179
Nacktsein erlaubt 188
Taekwondo mit Master Ryan 196
Urlaub auf Koreanisch 204
Bleiben oder gehen? 214
Das Grace-Kelly-Syndrom 223
Auf neutralem Territorium 232
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Es war einmal …
Es war einmal ein kleines Land in Ostasien, das über die
Jahrhunderte immer wieder zum Spielball der mächtige-
ren Nachbarländer wurde, das kolonisiert, gedemütigt
und arm gehalten und schließlich zum Schauplatz eines
furchtbaren Stellvertreterkriegs wurde. Doch ausgerech-
net dieses Land schate es, sich aus Armut, Unterdrü-
ckung und Tyrannei zu befreien und eine beispiellose
Erfolgsgeschichte zu durchlaufen.
Bis heute ist Südkorea der einzige
UN-Mitgliedsstaat,
der sich von einem Entwicklungshilfeempfänger zu ei-
nem Geberland gewandelt hat. Aber diese märchenhafte
Verwandlung hatte in der Realität einen hohen Preis. Mit
diesem rasanten ökonomischen Boom konnte die gesell-
schaftliche Entwicklung nicht Schritt halten. Wer sich
mit der Politik und Geschichte Koreas beschäftigt, lernt
schnell, dass erbitterte Grabenkämpfe der politischen
Linken und Rechten ebenso zum Alltag gehören wie
überlebte Strukturen, die eigentlich niemandem mehr
dienen und an denen nur festgehalten wird, weil das »im-
mer schon so gemacht wurde«. Die Hightechnation Süd-
korea mit der strahlenden Metropole Seoul, deren Kul-
turexporte in den vergangenen Jahren auch die westliche
Welt erobert haben, wirbt mit dieser Erfolgsgeschichte,
lässt aber nur ungern einen Blick hinter die Kulissen zu.
Dass hinter den oft absurden Inszenierungen Nordko-
reas eine dunklere Geschichte steckt, dürfte jedem klar
sein, der regelmäßig Nachrichten konsumiert. Weniger
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oensichtlich ist, dass auch Südkorea mit seiner bunten
Popkultur, seinem Hightech und seinem fröhlichen Kon-
sumrausch eine Performance liefert, die vieles ausspart.
In Europa interessierte koreanische Popkultur lange
Zeit nur nerdige Teenager, die irgendeinen Berührungs-
punkt mit Korea hatten meistens war das Taekwondo.
Doch je mehr K-Pop, koreanische Filme, Serien und
auch Literatur im Mainstream ankamen, umso mehr
Reisende verschlug es mit stark von Popkultur geprägten
Vorstellungen nach Seoul, die dann oft von der Realität
enttäuscht wurden. Ähnlich dem sogenannten Paris-
Syndrom, das vor allem bei japanischen Touristen auf-
tritt, wenn sie die französische Hauptstadt besuchen und
schockiert sind, wie sehr die wirkliche Stadt von ihren
idealisierten Erwartungen abweicht, sind auch manche
Seoul-Besucher enttäuscht – und gerade für diesen Reali-
tätscheck ist dieses Buch da.
Ich habe den Großteil meiner Zwanziger in Seoul ver-
bracht. Das war in den späten Nullerjahren, weswegen al-
les, was Popkultur, Technologie und Mode angeht, nicht
mehr auf dem neuesten Stand ist. Beispielsweise gehört
die beschriebene Minirockmode in Seoul schon so lange
der Vergangenheit an, dass ich vermute, sie wird als Re-
trotrend wiederkommen, noch bevor diese überarbeitete
Neuauflage in den Druck geht. Wir haben uns damals
im Koreanischstudium noch mit winzigen Übersetzungs-
computern, die zu der Zeit der neueste Stand der Tech-
nik waren, oder auch mit ganz altmodischen Wörterbü-
chern beholfen. Smartphones waren in Korea bereits auf
dem Markt, hatten aber noch nicht so viele Funktionen,
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und Übersetzungsapps waren unvorstellbar. Wer in den
späten Nullerjahren in Seoul war, erinnert sich vielleicht
noch an ein frühes Smartphone namens Prada Phone,
eine Kooperation zwischen dem italienischen Designer
und dem koreanischen Elektronikkonzern
LG. K-Pop
begeisterte damals bereits ganz Asien und auch Teile
Nordamerikas, aber die Koreanische Welle, Hallyu, war
über den europäischen Kontinent noch nicht eingebro-
chen. Das dauerte noch fast eine Dekade.
So vieles sich seit meiner Studienzeit in Seoul verän-
dert hat, so vieles in diesem Buch ist aktuell geblieben,
zum Beispiel alles, was soziale Strukturen und das Leben
der ausländischen Community in Seoul betrit. Oder
wie meine koreanischen Freunde sagen würden: »Was
sich in Seoul nicht innerhalb weniger Monate ändert,
ändert sich nie oder höchstens ganz langsam.« Dazu ge-
hören patriarchale Strukturen, traditionelle Familienbil-
der und ein Arbeitsethos, das Angestellten einiges abver-
langt obwohl gerade die Gen Z auch in Korea dabei
ist, das Arbeitsleben zum größten Entsetzen der Älteren
neu zu gestalten und eine bessere Work-Life-Balance für
sich einzufordern. Manches in diesem Buch wirkt heute
geradezu prophetisch, wie die Bemerkung, in Korea gebe
es keine nennenswerte Kriminalität »außer in höchsten
Regierungskreisen« – was in Hinblick auf die politischen
Krisen der jüngeren Vergangenheit auf einmal unfreiwil-
lig komisch wirkt.
Dieses Buch ist eine Chronik meiner Jugend in Seoul,
die ich beim Überarbeiten manchmal lustig, manchmal
von neuem ärgerlich und manchmal ein bisschen peinlich
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fand. Wie Alain de Botton sagen würde: Wer frühere Ver-
sionen seiner selbst nicht zumindest ein bisschen peinlich
ndet, hat sich nicht genug weiterentwickelt – und nach
der Erstveröentlichung dieses Buches hatte ich noch viel
Erwachsenwerden vor mir. Das Buch beschreibt jedoch
das Lebensgefühl junger Menschen in Seoul sehr gut,
oder wie eine Leserrezension der Originalausgabe meinte:
das »Süßsauergefühl« des Lebens in Korea.
Wie bei der Berichterstattung über die koreanische
Halbinsel üblich, wird in diesem Buch Korea für Südko-
rea verwendet und Südkorea nur in direkter Abgrenzung
zu Nordkorea. Die Selbstbezeichnung »Ausländerin« mag
für manche befremdlich klingen, ist aber in Korea üb-
lich, denn alles, was nicht koreanisch ist, wird als »auslän-
disch« bezeichnet, auch außerhalb Koreas. Jahre später,
als ich bereits gut Koreanisch sprach, belauschte ich ein-
mal in einem Berliner Café eine Unterhaltung mehrerer
koreanischer Austauschstudenten, die sich sehr über die
»Ausländer« beschwerten, was mich wunderte, weil sie
in Berlin selbst Teil der ausländischen Community wa-
ren, und sich mir zunächst nicht erschloss, über wen sie
sich so ärgerten. Erst im Verlauf der Unterhaltung wurde
mir klar, dass sie sich über ihre deutschen Nachbarn auf-
regten, die nicht koreanisch und folglich für sie »auslän-
disch« waren.
Das vorliegende Buch ist ein Memoir, denn es wurde
lange vor der Zeit geschrieben, als »Autoktion« plötz-
lich zum Trend wurde und Autoren und Autorinnen die
Möglichkeit gab, sich bei eventuell kritischen Passagen
hinter der »Fiktion« zu verstecken. Alles, was in diesem
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Buch beschrieben ist, entspricht der Realität meiner da-
maligen Realität. Nicht alles, was mir in Seoul passiert
ist, muss sich auch für jeden Touristen, jede Austausch-
studentin und jeden Expat wiederholen. Die Erfahrun-
gen mit einem Land, einer Stadt, einer Kultur sind im-
mer individuell und sehr persönlich.
Die geschilderten Ereignisse beziehen sich auf mein
erstes von insgesamt fast sechs Jahren in Seoul und bilden
einen unmittelbaren, ungeschönten, ungelterten ersten
Eindruck.
Dieses Buch kann alle, die sich für Korea interessieren,
an meinen Erfahrungen teilhaben lassen oder allen, de-
nen koreanische Kulturexporte Rätsel aufgeben, ein biss-
chen Kontext geben, der einiges erklärt.
Als ich mit der Arbeit an diesem Buch begann, wurde
beispielsweise in Korea gerade der Roman Die Vegetarie-
rin veröentlicht. Der Moderator einer Literatursendung
hielt damals das Buch in die Kamera, sagte: »Widerliches
Zeug, mag ich nicht lesen«, und warf es auf den Boden.
Ich hoe, er schämt sich inzwischen dafür. Aber von all
dem wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Ich
hatte gerade erst mit dem Koreanischstudium angefan-
gen, und auf Koreanisch Literatursendungen anzusehen
oder gar Bücher zu lesen lag für mich in weiter Ferne. Es
sollte noch fast eine Dekade dauern, bis Han Kang in der
westlichen Welt zum literarischen Superstar, und beinahe
noch eine weitere Dekade, bis sie zur Nobelpreisträgerin
wurde.
Ich frage mich manchmal, was mir Die Vegetarierin da-
mals bedeutet hätte, wenn ich den Roman früher hätte
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lesen können, denn ich fühlte mich als Vegetarierin in
Seoul sehr auf mich allein gestellt und musste meine ei-
genen Erklärungen und meine eigenen improvisierten
Lösungen nden. Wie das ablief ? Dafür müssen wir nun
einen Zeitsprung machen …
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Wie alles begann
Über Korea wusste ich kaum mehr als jeder durchschnitt-
liche Mensch, der regelmäßig fernsieht und Zeitung liest,
beispielsweise dass die Sommerolympiade 1988 in Seoul
stattgefunden hatte. Aus meiner Schule kannte ich zwei
koreanische Mädchen, die von deutschen Eltern adop-
tiert worden waren. Mir war bewusst, dass Taekwondo
aus Korea kam, ebenso wie mein Laptop und mein
Handy der Marke Samsung. Die Marken Hyundai,
LG
und Daewoo waren mir ein Begri, und ich wusste Be-
scheid über die Teilung des Landes und über die Bedro-
hung, die von Nordkoreas Atomwaen ausging.
Wenn mir als Teenager jemand gesagt hätte, dass ich
wenige Jahre später in Korea leben würde, hätte ich es
vermutlich nicht geglaubt. Ich hätte nicht geglaubt, dass
ich wegen eines schönen, aber launenhaften jungen Ko-
reaners meinen Job, meine Wohnung und meine Freunde
in Berlin zurücklassen würde. Ich hätte nicht geglaubt,
dass ich jemals die koreanische Sprache gut genug ler-
nen würde, um mich zu unterhalten, geschweige denn
in einer Fernsehshow aufzutreten. Ich hätte auch nicht
geglaubt, dass es ein Land gibt, das einen trotz intensiver
Sprach- und Kulturstudien täglich verblüt und einem
manchmal das Gefühl gibt, es nie wirklich zu verstehen.
Den ersten bewussten Kontakt mit Korea hatte ich ir-
gendwann gegen Ende meines Studiums der Literatur-
wissenschaft in Berlin, als ich den Großteil meiner Zeit in
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der Staatsbibliothek am Potsdamer Platz verbrachte und
dort meine Diplomarbeit über avantgardistische Lyrik
aus dem Ersten Weltkrieg schrieb. In der Mittagspause
saß ich an einem der großen Fenster im Erdgeschoss und
meinen mitgebrachten Obstsalat. Eine junge Asiatin
kam auf mich zu und fragte mich in einem etwas ge-
stelzten Deutsch, ob ich ihr ein paar Fragen beantworten
könne. Als ich zustimmte, drückte sie mir einen Frage-
bogen in die Hand und verschwand wieder. Das Mäd-
chen war Koreanerin und schrieb eine Arbeit über das
Image Koreas im Ausland. Das Papier bestand aus Fragen
wie »Glauben Sie, dass Korea ein hochentwickeltes Land
ist?«, »Glauben Sie, dass Korea ein Land mit einer reichen
Kultur ist?«, »Können Sie sich vorstellen, einmal nach
Korea zu reisen?«.
Ich konnte mir so ziemlich alles vorstellen. Ich war
vierundzwanzig Jahre alt, neugierig, enthusiastisch und
ziemlich abenteuerlustig. In den vergangenen fünf Jah-
ren hatte ich in Berlin, New York und Paris gelebt, war
nach Japan und Armenien gereist und hatte eine Weile
in Kamerun gearbeitet. Aus einer Laune heraus hatte
ich angefangen, eine Reise mit der Transsibirischen Ei-
senbahn von Russland über die Mongolei nach China
zu planen weil ich meine Schwester besuchen wollte,
die für ein Jahr in China studierte, und weil ich Blaise
Cendrars Gedicht über die Transsibirische Eisenbahn
mochte. Es gab damals wohl keinen Ort auf der Welt,
an den ich nicht gegangen wäre. Also beantwortete ich
die Frage »Können Sie sich vorstellen, einmal nach Ko-
rea zu reisen?«, ohne weiter nachzudenken, mit Ja. Ich
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bejahte auch die Frage »Können Sie sich vorstellen, ei-
nen Koreaner / eine Koreanerin zu heiraten?«. Ich kannte
zwar keinen Koreaner, aber mir el ein Artikel über die
spanische Choreographin Blanca Li ein, den ich gelesen
hatte. In dem Artikel hieß es, dass Blanca Li den Nach-
namen ihres koreanischen Lebensgefährten angenom-
men hatte. Allein die Vorstellung eines koreanischen Le-
bensgefährten fand ich glamourös und sehr extravagant.
Mit der »Warum nicht?«-Einstellung, mit der ich damals
mein Leben führte, beantwortete ich fast alles mit Ja und
gab der jungen Koreanerin den ausgefüllten Fragebogen
zurück. Sie bedankte sich höflich und schenkte mir ein
schönes Lesezeichen, auf dem ein Tiger abgebildet war,
der einen angeblich vor allem Unglück beschützen soll.
Von diesem Tag an setzte sich Korea in meinen Ge-
danken fest. Ich schrieb meine Diplomarbeit zu Ende,
reiste mit der Transsibirischen Eisenbahn, verbrachte ei-
nige Zeit mit meiner Schwester in China, nahm später
in diesem Sommer an archäologischen Ausgrabungen in
der Ukraine teil und machte im Herbst ein Praktikum in
einer Berliner
PR-Agentur. Als in Berlin das Denkmal für
die ermordeten Juden Europas und der dazugehörige Ort
der Information erönet wurden, ng ich an, dort sechs
Tage die Woche zu arbeiten. Ich feierte viel, trank viel
und kam irgendwie nie zur Ruhe.
Zur Ruhe kommen wollte ich auch gar nicht. In den
Bars von Friedrichshain und Kreuzberg wollte ich ein-
fach meinen Spaß haben und mich nicht dem kollekti-
ven Frust meiner als Generation Praktikum titulierten
Altersgenossen hingeben. Ich wollte lieber nicht daran

Vera Hohleiter
Schlaflos in Seoul


LP 252
Paperback
ISBN 978-3-85787-852-7
Seiten 238
Erschienen 20. Januar 2026
€ 16.00 / Fr. 18.00

Ein etwas anderer Reisebericht über Korea

»Ich wollte wieder nach Asien. Nach Asien, wo alles bunt und schnell ist, wo man mitten in der Hektik der Millionenmetropolen Ruhe findet, in buddhistischen Tempeln, kunstvoll angelegten Parks und Teehäusern, wo es die absurdesten Kosmetikprodukte, die neueste Technik und die besten Jeans gibt.«

Vera ist jung, neugierig und abenteuerlustig. Sie hat ihr Studium beendet und sich für eine Reise nach Seoul entschieden, wo sie in einem internationalen Projekt einer koreanischen Umweltorganisation mitarbeitet und beginnt, Koreanisch zu lernen. Durch Zufall wird sie auf der Strasse entdeckt und für eine populäre Fernsehshow engagiert. Inner- und ausserhalb des Studios begegnet sie neben egomanischen Regisseuren einer bunten Mischung von Menschen, die sich fanatisch für ihr Land begeistern, pausenlos arbeiten, bei viel Alkohol feiern, aber auch gern die Ruhe in meditativen Gärten suchen. So schrill, chaotisch und unberechenbar Korea auch sein mag, das Land lässt Vera nicht wieder los.

Schwungvoll, selbstironisch und lebensnah erzählt die Autorin von ihrer Zeit in Korea.


Pressestimmen

Schrill, chaotisch und unberechenbar.
— Westdeutsche Zeitung
Seoul inside – eine Millionenmetropole als Kulturschock mit Suchtfaktor.
— Wilhelmshavener Zeitung
Ihr gelingt der stilistische Spagat zwischen Alltagsminiaturen und geschichtlichen Exkursen.
— Frankfurter Allgemeine Zeitung

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