1. Preis argentinischer Nationalfonds der Künste
Ricardo Romero
Ich bin der Winter
Aus dem Spanischen von Stephanie von Harrach
E-Book
ISBN 978-3-03925-733-1
Seiten ca. 287
Erschienen 4. Mai 2026
€ 18.99
Die Geschichte eines Mordes. Der junge Polizist Pampa Asiain und sein Kollege Andrés Parra gehören zu der einsamen Polizeiwache in Monge, in der unendlichen Weite der argentinischen Steppe, wo anscheinend nichts passiert. Bis Pampa eines Tages per Telefon alarmiert wird, um nach Fischwilderern zu suchen – und den Körper einer jungen Frau findet, der an einem Baum in der Nähe des Sees aufgehängt ist. Pampa beschliesst, zunächst niemandem davon zu erzählen, und harrt zwei Nächte in eisiger Kälte bei der Leiche aus. Er wartet, beobachtet. Der Mörder kehrt tatsächlich zurück, um die Leiche wegzubringen.
Was ist wirklich mit Gretel passiert? Welche Rolle spielen Esteban, ihr Jugendfreund, und dessen Grossmutter, die alte Schuldirektorin? Wie ist Pampa selbst, mit seinen Erinnerungen an die von Gewalt geprägte Kindheit, in das Geschehen verwickelt?
Erzählt aus der Perspektive aller Beteiligten, entwickelt sich eine schillernde, zutiefst menschliche Geschichte, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse, Wahnsinn und Realität, Tod und Leben verwischen und die kalte, geheimnisvolle Landschaft eine Hauptrolle spielt.
Pressestimmen
Krimis und Schnee passen seit je gut zusammen. Das gilt auch für diesen argentinischen Roman, der so nachdenklich und poetisch ist wie der Schnee, der die Zeit verlangsamt, Spuren verwischt und Schreie dämpft.— L’Obs
Schon jetzt lässt sich Ricardo Romeros »Ich bin der Winter« wohl zum seltsamsten krimihaltigen Roman des Jahres küren. Gleichzeitig zum poetischsten.— Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau
Wie ein schwermütiger Tango liest sich der traumwandlerische Krimi »Ich bin der Winter«. … In der Ebene sind die Lebenden und die Toten leicht zu verwechseln, heisst es an einer Stelle des grossartigen Buchs, das mehr ist als nur ein Krimi – das Porträt einer Landschaft.— Matthias Glatthor, Börsenblatt
Romero unterläuft die Erwartungen an einen Krimi. Ein Polizist, der seine Pflicht verletzt; Deutungen, die ins Leere laufen.— Angelo Algieri, Buchkultur
Der argentinische Schriftsteller Ricardo Romero segelt für seine Romane gern entlang der Genregrenzen. Für »Ich bin der Winter« spielt er mit Krimikonventionen, lässt sich von ihnen aber eher lose inspirieren, statt sich strikt an sie zu halten. … Es ist eine Geschichte des Begehrens und der Gewalt. In dieser rauen Landschaft wächst keine Liebe.— Maria Wiesner, Frankfurter Allgemeine Zeitung
