Chrysalide – Binding Förderpreis für Literatur
Louisa Merten
Hundesöhne
Hardcover
ISBN 978-3-03925-050-9
Seiten 181
Erschienen 5. August 2025
€ 25.00 / Fr. 26.00
Das Tierheim Le Chat, das auch Lösch genannt wird, ist Ginnys Zuhause geworden. Seit mehreren Jahren kümmert sie sich zusammen mit dem kauzigen, verwitweten Betreiber Sebrov, dem »Hundeflüsterer«, und seinem Sohn Mirko um die heimatlosen Katzen und Hunde.
Eines Tages taucht eine neue Praktikantin, Aka, im Lösch auf. Die Routine gerät aus den Fugen. Ginny wird mit ihrer Herkunftslosigkeit konfrontiert. In wachsender Verwirrung und Verunsicherung beschäftigt sie sich mit ihrer Vergangenheit. Ginny will ihre Geschichte neu erfinden. Einen Besucher des Tierheims erklärt sie zu ihrem Vater und verschafft sich Zutritt zu dessen Haus. Der Konflikt zwischen alter und imaginierter Herkunft eskaliert. Das Verwischen von Spuren wird im Lösch, wo Hoffnung und Verzweiflung, Liebe und Hass, Ankunft und Abschied einander bedingen, zu einer Frage von Leben und Tod.
Pressestimmen
Louisa Mertens Text zwingt uns, das Uneindeutige auszuhalten, und verführt uns dazu, das Geheimnisvolle auszukosten. »Hundesöhne« ist ein dichter, vielschichtiger, ehrgeiziger Text, der viel wagt … ein Roman, der tief in eine literarisch wenig beleuchtete Arbeitswelt hineinblickt und darin eine Erzählung über die Suche nach Herkunft und Heimat einbettet.— Laudatio von Florian Bissig zur Verleihung des Chrysalide – Binding Förderpreises für Literatur
»Hundesöhne« vibriert schier vor körperlich spürbaren Gefühlen. Der Roman erzählt vom Verlorensein im Tierheim und im Leben.— Michael Bohli, Phosphor Kultur
Gekonnt verwebt die Autorin Erinnerung, Gegenwart und Phantasie miteinander, ihre Sprache ist dicht, bildreich und sinnlich – es klingt, riecht und schmeckt förmlich aus den Seiten. Das ist oft fesselnd und gleichzeitig unangenehm wie ein Fiebertraum.— Maria Künzli, Keystone-SDA
Das Debüt der Autorin Louisa Merten … vermischt die rohe Welt des Tierheims Le Chat mit der rohen Seele eines verlorenen, jungen Menschen, dem Liebe und Wurzeln abhandenkamen. Beides scheint hervorragend zueinander zu passen, sich zu ergänzen, auf grausame Weise.— Clara Gauthey, Bieler Tagblatt
Sprachlich überaus poetisch, manche Sätze erinnern an Gedichte. … Eine junge Autorin mit Potential, deren literarische Entwicklung mit Spannung zu beobachten sein wird.— Beate Foltin, WeiberDiwan
Die Beschreibung von Nähe und Distanz zwischen Mensch und Tier, Vertrauten, Fremden, fast vergessener Familie, Phantasie und Realität ist bemerkenswert. Je verworrener, symbolischer die Geschichte, desto schöner werden die unglaublichen Sprachbilder, die kurzen, schneidenden, alles erklärenden oder verstörenden Sätze.— Frauke Thees, Evangelisches Literaturportal
Louisa Mertens Debütroman »Hundesöhne« erzählt von einer Verlorenheit, die so tief geht, dass selbst die Realität zunehmend den Rückzug antritt und eine poetische Sprache die Bilder übernimmt.— Susanne Leuenberger, Berner Kulturagenda
