Gabrielle Alioth
Die letzte Insel
Hardcover
ISBN 978-3-03925-045-5
Seiten 229
Erschienen 5. August 2025
€ 26.00 / Fr. 28.00
In einer von Klimawandel und gesellschaftlichen Verwerfungen geprägten Zukunft führt ein letzter Auftrag den Forscher Holm auf eine Insel, die dem Untergang geweiht ist. Dort soll er die verbliebenen Spuren des Lebens für die Nachwelt festhalten.
Zwei Generationen vorher verliert eine Frau in einer Flutkatastrophe ihren Mann, den Zeugen ihrer Vergangenheit. Trotzdem bleibt sie ihrer Insel und deren reicher Natur verbunden und findet Trost in der Auseinandersetzung mit dem Erlebten.
Ihre Geschichten verweben sich; beide Figuren teilen eine tiefe, mystische Verbindung zu ihrer Insel und erfahren sie als Schauplatz existentieller Fragen.
In atmosphärischer, bildhafter Sprache beschreibt Gabrielle Alioth die Schnittstellen zwischen Gestern und Morgen, zwischen Wirklichkeit und Fiktion, Utopie und Vergangenheit. Eindringlich führt uns der Roman auch die Zerbrechlichkeit der Natur und die menschliche Sehnsucht nach Halt in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist, vor Augen.
Kurzlesung aus dem Roman: YouTube
Pressestimmen
Gabrielle Alioth komponiert ein literarisch stimmungsvolles Requiem auf eine Welt, die – wenn nichts geschieht – nicht mehr zu retten ist. … Die Poesie in der Sprache verhilft dem Roman zu jener Leichtfüssigkeit, welche ihn doch hoffnungsvoll bleiben lässt und ihn zuletzt in eine Liebeserklärung verwandelt: an die Natur, das Leben und das Schreiben darüber.— Felix Münger, Schweizer Radio
Die Ich-Erzählerin beschreibt Holms Welt akkurat und anschaulich. Raffiniert spiegelt sie darin Motive aus dem eigenen Leben, verfremdet sie und erweitert ihren Bedeutungsrahmen mit Verweisen auf die Evolutionsbiologie oder die Kunst von Carpaccio und Böcklin.— Beat Mazenauer, Keystone-SDA
Mit leichter Hand zeichnet Alioth … ein faszinierendes, gar nicht so dystopisches Bild der Zukunft. Vieles wird raffiniert angedeutet, manches bleibt offen.— Martina Läubli, NZZ am Sonntag
Feinsinnig detailsatt und faktenreich. Gabrielle Alioths Roman wirkt bedrückend heutig.— Verena Stössinger, PROZ
»Die letzte Insel« ist eine poetische Reflexion über die Folgen des Klimawandels. … Alioth bewegt sich leichtfüssig durch die Stoffe. … Sie kreist um Mythen, um Erinnerungsinseln, um Familiengeschichten und um historische Quellen.— Elodie Kolb, bz – Zeitung für die Region Basel
Gabrielle Alioth hat mit »Die letzte Insel« einen der klügsten, leisesten und sprachlich schönsten Romane der letzten Jahre geschrieben. (…) Wer Spuren lesen will – zwischen Gärten, Träumen, verwaschenen Karten und fragilen Beziehungen –, wird belohnt. Dieser Roman ist wie ein Spaziergang im Nebel: langsam, vielsagend, verändernd.— Axel Reitel, tabula rasa
Alioths Verbundenheit zu Irland schimmert in atmosphärischen Landschaftsschilderungen durch, die wiederum symbolisch für Leben und Verwurzelung, für Verlust und Zerstörung stehen. … Ihre Sprache ist poetisch, bildhaft, aber auch naturwissenschaftlich präzise. Ein nachdenkliches Buch über die Existenz des Lebens.— Renate Schattel, ekz-Informationsdienst
Der Roman führt schliesslich in die Dystopie, die uns von Gabrielle Alioth zugleich zutiefst erschreckend und doch klar und fast sanft in der Sprache beigebracht wird. Das ist Kunst.— Irmgard Hunt, TRANS-LIT2
»Die letzte Insel« ist eine Liebeserklärung an das Leben, selbst dann, wenn nur noch wenig davon übrig bleibt, wenn man sich der Endlichkeit bewusst ist. »Die letzte Insel« beschreibt nicht nur eine geographisch nachvollziehbare Kulisse, sondern das, was an Erinnerungen bleibt, jene Insel, die bleibt, wenn alles andere untergeht.— Gallus Frei-Tomic, literaturblatt.ch
Gabrielle Alioth setzt in ihrem Roman auf zeitlich verschobenen Ebenen eine eindrückliche Dystopie zusammen, in der sie die Folgen des Klimawandels auf spannende Art und Weise mit phantasievollen Handlungssträngen eines fiktiven Romangeschehens verflicht.— Franz König, BirsMagazin
Der atmosphärisch sehr dichte Roman spielt mit den verschiedenen Arten, mit der Welt umzugehen. … Sehr geschickt führt Gabrielle Alioth, die sich auf poetische Bilder ebenso versteht wie auf wissenschaftliche Beschreibungen, ihre ausgelegten Fäden zusammen.— Lohrmanns Literaturempfehlungen
Was das Buch besonders macht, ist seine Empathie – nicht nur für die Figuren, sondern auch für die Welt, in der sie leben. Alioth schreibt nicht über die Klimakatastrophe, als wäre sie ein Problem, das gelöst werden muss, sondern als wäre sie ein Schicksal, das akzeptiert werden muss. Sie zeigt nicht, wie man die Welt rettet, sondern wie man mit ihrem Verlust umgeht. Sie beschreibt nicht die Zerstörung der Natur, sondern die Zerstörung des menschlichen Verhältnisses zur Natur.— Frank-Michael Preuss, Redaktionsbüro für Bild & Text
Gabrielle Alioth entwirft ein melancholisch-poetisches Zukunftsszenario im Zeichen des Klimawandels – und sucht zugleich nach Hoffnung im genauen Blick auf Natur und Sprache.— Schweizer Radio
Der leise und sprachlich sehr eindrucksvoll geschriebene Roman beleuchtet ungeschönt die Folgen des Klimawandels und den Versuch der Protagonisten, in dieser veränderten Welt Halt zu finden. Ohne zu werten, zeichnet die Autorin ein bewegendes Bild der Zerbrechlichkeit der Natur, der menschlichen Gesundheit und der Sehnsüchte des Menschen, die Ursachen dafür zu verstehen.— Stefanie Simon, Buchprofile/medienprofile
Alioth schreibt unaufgeregt, präzise und von einer melancholischen Schönheit. Sie stellt die grossen Fragen nach menschlicher Schuld und ökologischer Verantwortung, ohne belehrend zu wirken. … »Die letzte Insel« ist ein stilles Requiem auf unsere Gegenwart. Ein Buch, das zeigt, dass am Ende vielleicht nicht der laute Knall steht, sondern das leise Rauschen der Wellen, die sich zurückholen, was ihnen gehört.— Corinne Bürki, Solothurner Zeitung
Ein stilles Buch, in dem eine Vielzahl von Details milde aufscheint, eine raue Inselwelt, in die reale Dystopien einbrechen – selten wurde so unaufgeregt vom Ende unserer Welt erzählt, was verwundert und gerade deshalb umso schmerzlicher nachwirkt.— Alice Grünfelder
