LENOS

High Plains Book Award

Joe Wilkins
Der Stein fällt, wenn ich sterbe

Roman

Aus dem Amerikanischen von Irma Wehrli


Softcover
ISBN 978-3-03925-029-5
Seiten 373
Erschienen 5. September 2023
€ 26.00 / Fr. 30.00

Ein packender Western noir

Bull Mountains, Montana. Zwei Familien sind unheilvoll miteinander verbunden. Der vierundzwanzigjährige Wendell Newman hat vor kurzem seine Mutter verloren, sein Vater Verl ist seit Jahren verschwunden, nachdem er in ohnmächtiger Wut auf den verhassten Staat einen Wildhüter erschossen hatte. Eines Tages taucht unerwartet der siebenjährige Rowdy bei ihm auf. Als einziger Verwandter soll Wendell den traumatisierten Jungen in Obhut nehmen. Auch die Lehrerin Gillian und deren Tochter Maddy kümmern sich um Rowdy. Wendell ahnt nicht, dass sie die Familie des Mordopfers sind.
In der Jagdsaison spitzen sich die Ereignisse zu. Wendell und Rowdy werden in die gewalttätigen Auseinandersetzungen um Land und die unpopulären Naturschutzgesetze verwickelt. Die unüberwindbaren Widersprüche zwischen staatlichen Vorschriften und den traditionellen Besitzansprüchen der Einheimischen führen zu tödlichen Missverständnissen und Selbstjustiz. Die verdrängten dunklen Geheimnisse zwischen den Familien kommen ans Licht.

Joe Wilkins’ Roman steht in der Tradition grosser Wildwestepen. In der überwältigenden Weite der einsamen Landschaft findet ein verzweifelter Existenzkampf unter verfeindeten Familien statt, deren Gewalttaten kaum geahndet werden.

Pressestimmen

Wie er die verschiedenen Stimmen in seinem Roman kunstvoll zusammenführt, damit leistet Joe Wilkins eine kulturelle Übersetzungsarbeit, die selbst widerstrebende Positionen verständlich macht, ohne sie dabei zu verwässern, die geistige Reviere absteckt, aber die Zäune durchlässig hält.
— Katrin Doerksen, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Joe Wilkins gräbt langsam, bedächtig die Abgründe seiner Protagonisten aus und legt neben Gewalt und Alkohol ihre Sehnsüchte, Enttäuschungen, Schmerz und Scham frei, unbeholfene Liebe, die keine Sprache findet.
— Maria Leitner, Buchkultur
Eine direkte und schonungslose Darstellung der Art und Weise, wie Menschen, Land, Politik und Mythen zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts miteinander verwoben sind.
— Split Rock Review
Grossartig, fesselnd … In Wilkins’ poetischer Prosa erscheint das Land selbst wie ein lebendiger Charakter, schön und bedrohlich zugleich.
— High Country News
Wilkins liefert eine an Shakespeare erinnernde Mischung aus Drama und tödlicher Gefahr in einer wunderbar klaren Sprache.
— The Oregonian
Joe Wilkins entfaltet aus poetisch überhöhten Figurenperspektiven ein Drama um Schuld, Sühne und Selbstfindung. … Ein Westernepos, in dem die Grenze zwischen Himmel und Erde verwischt.
— BÜCHERmagazin
Western? Krimi? Unwichtige Definitionsfrage zu einem besonderen Roman. Ein grandioses Werk in bewegender Sprache!
— Hammett Krimibuchhandlung
Ein Roman, in den man hineinfällt, ein literarischer Thriller, ein Western, ein Epos … Naturewriting gepaart mit gesellschaftspolitischer Auseinandersetzung. Hillbillys gegen Naturschützer, Farmer gegen den Staat, rotes gegen blaues Amerika. … Aber Joe Wilkins klagt nicht an, sondern transportiert das Thema mit viel Empathie und Verständnis für die Menschen.
— Literaturblog Sabine Ibing
Actionliebende Leser*innen kommen voll auf ihre Kosten. Die emotionale Botschaft ist stark und von shakespearescher Dramatik.
— Lust auf Literatur