Joseph Incardona
Das Game
Aus dem Französischen von Lydia Dimitrow
Softcover
ISBN 978-3-03925-042-4
Seiten 300
Erschienen 8. April 2025
€ 26.00 / Fr. 30.00
Anna sichert mit dem Verkauf von Brathähnchen den Lebensunterhalt für sich und ihren dreizehnjährigen, surfbegeisterten Sohn Léo. Ihr Zuhause: ein Bungalow an der Atlantikküste. Doch ihr einfaches, harmonisches Leben gerät plötzlich aus den Fugen: Nach einem Verkehrsunfall ist der alte Kastenwagen nicht mehr einsetzbar, Anna verliert ihre Einkünfte, Schulden häufen sich an.
Léo kennt einen Ausweg: Eine Teilnahme am Game, einer Fernsehshow, die in der Gegend stattfindet und in den Medien gepusht wird, könnte die Rettung aus der Misere bedeuten. Die einzige Aufgabe: das zur Verfügung gestellte Auto im Wert von 50000 Euro anzufassen und nicht mehr loszulassen. Wer am längsten durchhält, gewinnt. In ihrer Verzweiflung lässt Anna sich darauf ein.
Mit bissiger Ironie und treffender Schärfe karikiert Joseph Incardona den brutalen Zynismus unserer konsumorientierten Mediengesellschaft. Zugleich erzählt er mit viel Sensibilität von der Suche nach Würde in einer materialistisch geprägten Welt.
Pressestimmen
»Das Game« erzählt vom zeitgenössischen popkulturellen Wahnsinn. Der Roman ist eine Achterbahnfahrt zwischen dystopischer Satire und knallharter Realitätskritik, die keinen Stein auf dem anderen lässt. … Incardona wirft eine poetische Handgranate mitten in die selbstzufriedene und moralisch selbstermächtigte Medienwelt.— Regula Stämpfli, ensuite
So fesselnd wie eine amerikanische Serie, so intelligent wie ein Thriller, so tiefgründig wie eine Gesellschaftsanalyse.— La Dépêche
Konsumkritik, so ironisch bissig wie sensibel verpackt.— MOKA Das Büchermagazin
Der Roman des Genfer Schriftstellers und Drehbuchautors Joseph Incardona hat Tempo, beim Lesen geht vor dem inneren Auge ein Film ab. (…) Die Figuren sind plastisch, die Themen aktuell: Medienkrise, Klimadebatte, die allgemeine Überforderung, Verzweiflung und Erschöpfung.— Raphael Amstutz, Keystone-SDA
Incardonas »Game« steht symbolisch für die Auswüchse des Kapitalismus und die Hilflosigkeit der Menschen, die in ihren Rollen gefangen sind. Dies fängt der Autor mit einer angemessenen Portion Zynismus ein. … Eine berührende Story.— Cornelia Hüsser, Phosphor Kultur
Bildhaft … hält der Schweizer Schriftsteller und Drehbuchautor mit seinem tiefgründigen wie scharfzüngigen Roman unserer profitorientierten Konsum- und Mediengesellschaft einen Spiegel vor und thematisiert zugleich eine bewegende Mutter-Sohn-Beziehung.— Jürgen Seefeldt, ekz-Informationsdienst
Es ist ein wahrer Page-Turner, den uns Incardona hier serviert: In einfachen, klaren Sätzen, aber mit viel Tempo erzählt er seine Geschichte – fast wie in einem Drehbuch.— Sabine Knosala, PROZ
Joseph Incardona porträtiert mit Anna und ihrem surfbegeisterten Sohn Léo ein gebeuteltes Duo. (…) Spannung und Sozialkritik.— Die Presse am Sonntag
Das ist die Spezialität von Incardona: dort genauer hinzuschauen, wo die meisten nur Oberfläche sehen. (…) Incardonas Sprache ist klar und direkt, der Ton lakonisch. Mit wenigen Bemerkungen skizziert dieser Autor Charaktere, Milieus, Stimmungen, die Binnenverhältnisse der Figuren. Und lässt dabei immer Raum für eigene Phantasien und Assoziationen.— Stefan Fischer, Süddeutsche Zeitung
Spannungsgeladen, medien- und gesellschaftskritisch: Dieser Roman ist ein Kleinod.— Meike Dannenberg, BÜCHERmagazin
Mit beissendem Zynismus zeichnet Joseph Incardona das schonungslose Bild unserer Gegenwart – ein sogartiger Roman irgendwo zwischen »Squid Game«, Reality-Show und französischem Sozialdrama.— Bayerischer Rundfunk
Joseph Incardonas »Das Game« ist ein entlarvender Roman über zynische Macht- und Gesellschaftsstrukturen, in einer klaren, lakonischen Sprache erzählt und genau deshalb so wirkkräftig.— Frank Menden, stories! Die Buchhandlung
Besonders beeindruckt hat mich die kompromisslose und zugleich empathische Erzählweise, mit der Incardona soziale Spannungen, ökonomische Abhängigkeiten und die Verletzlichkeit seiner Figuren sichtbar macht. Das Buch lebt von der Schärfe seiner Beobachtungen und seiner grossen, erzählerischen Kraft.— Michael Kinzer, Direktor der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia
