Prix Voix d’Afriques 2021
Fann Attiki
Cave 72
Aus dem Französischen von Christiane Kayser
E-Book
ISBN 978-3-03925-720-1
Seiten ca. 212
Erschienen 26. März 2025
€ 18.99
Cave 72, eine kleine Bar in Brazzaville, ist ein beliebter Treffpunkt. Sie gehört Mâ Vouala, von allen Maman Nationale genannt. Ihre Bar ist im Lauf der Zeit zu einem Zufluchtsort für alle geworden, die gern bei einem Bier über Gott und die Welt, die Liebe und den alltäglichen Wahnsinn diskutieren. Auch Verdass, Ferdinand, Didi und Stephan, verschworene Freunde, treffen sich jeden Abend in der Cave.
Eines Tages wird ein finsteres Komplott geschmiedet. Mit einem perfiden Plan gelingt es dem Regime, die nichtsahnenden jungen Männer und Maman Nationale terroristischer Umsturzpläne zu beschuldigen und zu verhaften. Doch es regt sich Widerstand, das Land gerät in Aufruhr.
Bildreich, wortgewandt, ironisch gelingt Fann Attiki ein bitterböses Porträt eines korrupten, patriarchalischen Machtapparats, der für die gutausgebildete junge Generation keine Zukunftsmöglichkeiten offenhält.
Pressestimmen
Fann Attikis Sprache ist urwüchsig, intelligent, lyrisch. Er schöpft mit Vergnügen aus der Satire. Grosse Kunst.— Le Figaro
Fann Attiki zeichnet ein eher grelles Panorama der politischen Verhältnisse in der Republik Kongo. … Er porträtiert ein durch und durch korruptes, patriarchal geprägtes politisches System, das nur um den eigenen Erhalt kreist und die Zukunft des Landes gefährdet. Durch seinen bitter-galligen Humor verleiht der Autor seiner Kritik zusätzliche Schärfe.— Dina Netz, Deutschlandfunk
Attiki entrollt ein düsteres, gleichwohl lebenspralles Panorama vom prekären Alltag unter dem Joch der Macht, wo Lyrisches allein die Kehrseite des Grotesken ist. Lakonischer Blick und bildgewaltige Sprache speisen einen Erzählstrom von szenischer Prägnanz. … Keine Frage: Hier betritt ein grosser Hoffnungsträger die literarische Weltbühne.— Florian Stegmaier, IN Magazin
Im Stil einer Satire beschreibt der kongolesische Autor, zu welchen Machenschaften eine Diktatur fähig ist.— Rouven Hans, ekz-Informationsdienst
Fann Attikis pralle politische Satire »Cave 72« über Leben und Sterben in Brazzaville ist auch ein beängstigend allgemeingültiger Statusbericht über eine von Populismus und Diktatur gekaperte Gesellschaft. Es sind Romane wie diese, die man sich für fast jedes Land wünscht, die es jedoch viel zu selten gibt: politisch und doch poetisch, bissig und brutal, aber doch zärtlich und empathisch.— Fritz Freithoff, Literatur.Review
Eine leichtfüssige, tragikomische Erzählung … Wer einen afrikanischen Camus sucht, findet in »Cave 72« eine kleine literarische Perle.— Boris Bögli, Amnesty
Mehr als aus diesem Roman wird man kaum über die gesellschaftlichen und politischen Zustände in dem afrikanischen Staat erfahren.— Hans Christoph Buch, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die satirische Schärfe des Romans, gepaart mit skurrilen und oft absurden Momenten, macht »Cave 72« zu einem einzigartigen Werk der politischen Literatur. … Humor, Tragik und politische Schärfe werden in einem packenden Erzählfluss vereint, der sowohl auf der menschlichen Ebene als auch auf der politischen einprägsame und universelle Wahrheiten über Unterdrückung, Macht und den Widerstand in einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft vermittelt. Das Ergebnis ist ein Werk, das schon bald als Klassiker der afrikanischen Literatur gelten könnte.— Barbara Seidl-Reutz, Die Presse
