Basel, Literaturhaus, Barfüssergasse 3
Chur GR, Werkstatt, Untere Gasse 9
Solothurn, Kino Palace, Hauptgasse 57
Solothurn, Aussenbühne vor der St. Ursen-Kathedrale (bei Regen: St. Peters-Kapelle, Nictumgässlein)
Frauenfeld TG
Ninas kleiner Hund hat eine Aversion gegen Vögel. Sonst hätte Simon Nina nicht auf einen Kaffee einladen können, und sie hätten nie erfahren, was sie verbindet.
Tim zählt. Gullydeckel, Parkuhren, Briefkästen. Auf dem Weg von der Schule nach Hause darf er keine verpassen. Aber eines Tages ist da diese grosse Dogge, und alles gerät ausser Kontrolle.
Die kleine Dina heisst eigentlich Devi. Ihr Vater, den sie nicht gekannt hat, gab ihr diesen Namen. Ihre Oma hatte jedoch beschlossen, dass Dina besser zu verstehen sei. Sie ist trotzdem anders als alle anderen, denn ihre Haut ist braun.
Die Schülerin Anju flüchtet sich gern in den Wald. Endlich befreit von den Blicken und Worten ihrer Familie, entdeckt sie einen geheimen Ort ganz für sich allein.
Und am Kantenhain sorgt eine kleine schwarze Katze für Aufregung.
Gianna Olinda Cadonau erzählt vom Fremden, vom Anderssein, von der Suche nach Zugehörigkeit, von Freundschaft, Rätseln und Wundern. Zwischen den Zeilen ihrer atmosphärisch dichten, kunstvollen Geschichten liegt eine suggestive Sogwirkung. Behutsam und subtil beleuchtet sie in ihrer poetischen, klaren Sprache die Beziehungen ihrer Figuren, und so gelingt es ihr, mit grossem Einfühlungsvermögen Unaussprechbares sichtbar zu machen.
Mit feinen Fäden webt die Autorin ein Beziehungsnetz zwischen den Menschen am Kantenhain, bis niemand mehr allein am Rand steht. Wie ein Buch im Buch wirkt das, als ob auch die oft losen Fäden aus den anderen Geschichten zu einem grösseren Ganzen verknüpft würden. So steht zwischen Utopie und Wirklichkeit am Schluss die Hoffnung.— Tina Uhlmann, Keystone-SDA