Gianna Olinda Cadonau erzählt vom Fremden, vom Anderssein, von der Suche nach Zugehörigkeit, von Freundschaft, Rätseln und Wundern.
Samedan GR, Chesa Planta, Mulins 2

Ninas kleiner Hund hat eine Aversion gegen Vögel. Sonst hätte Simon Nina nicht auf einen Kaffee einladen können, und sie hätten nie erfahren, was sie verbindet.
Tim zählt. Gullydeckel, Parkuhren, Briefkästen. Auf dem Weg von der Schule nach Hause darf er keine verpassen. Aber eines Tages ist da diese grosse Dogge, und alles gerät ausser Kontrolle.
Die kleine Dina heisst eigentlich Devi. Ihr Vater, den sie nicht gekannt hat, gab ihr diesen Namen. Ihre Oma hatte jedoch beschlossen, dass Dina besser zu verstehen sei. Sie ist trotzdem anders als alle anderen, denn ihre Haut ist braun.
Die Schülerin Anju flüchtet sich gern in den Wald. Endlich befreit von den Blicken und Worten ihrer Familie, entdeckt sie einen geheimen Ort ganz für sich allein.
Und am Kantenhain sorgt eine kleine schwarze Katze für Aufregung.
Gianna Olinda Cadonau erzählt vom Fremden, vom Anderssein, von der Suche nach Zugehörigkeit, von Freundschaft, Rätseln und Wundern. Zwischen den Zeilen ihrer atmosphärisch dichten, kunstvollen Geschichten liegt eine suggestive Sogwirkung. Behutsam und subtil beleuchtet sie in ihrer poetischen, klaren Sprache die Beziehungen ihrer Figuren, und so gelingt es ihr, mit grossem Einfühlungsvermögen Unaussprechbares sichtbar zu machen.
Mit feinen Fäden webt die Autorin ein Beziehungsnetz zwischen den Menschen am Kantenhain, bis niemand mehr allein am Rand steht. Wie ein Buch im Buch wirkt das, als ob auch die oft losen Fäden aus den anderen Geschichten zu einem grösseren Ganzen verknüpft würden. So steht zwischen Utopie und Wirklichkeit am Schluss die Hoffnung.— Tina Uhlmann, Keystone-SDA
Eine Sammlung bezaubernder Geschichten. Die junge Autorin … überzeugt durch eine atmosphärische Dichte, die man so nur von den Grossen des Kurzgeschichtenfachs kennt. Höchst erstaunlich!— SRF-Bestenliste Mai 2026
Cadonaus Geschichten über Menschen am Rande gehen unter die Haut, lassen aber auch Raum für leise Neuanfänge.— Monika Räz, Biblioteca Engiadinaisa
Skurril und surreal, schmerzlich und voller Brutalität, hoffnungsvoll und bergend – diese Stimmungen sind es, die den Geschichten in lakonischem und distanziertem Stil eine Tiefenschärfe verleihen. … Eine beeindruckende Sammlung kleiner Erzählungen, die gesellschaftliche Missstände wie Rassismus, Ausgrenzung, Gewalt, aber auch Zuwendung und Geborgenheit spiegeln.— Gabriele Fachinger, ekz.bibliotheksservice
Manche Texte wirken wie Fragmente vergessener Träume, bis sie im nächsten Moment an der Realität zerschellen. Die Thematik des Andersseins und der sozialen Randständigkeit zieht sich durch das Buch hindurch, jedoch ohne Kitsch und moralischen Zeigefinger.— Daniele Schibano, Schweizer Buchjahr