Muhammad Mustagab: Irrnisse und Wirrnisse des Knaben Numân

Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich und Edward Badeen


In seiner wunderbaren Satire erzählt uns Muhammad Mustagab von den Abenteuern Numâns, eines candidesken Toren aus dem Niltal. Schon in früher Kindheit für allerhand Missetaten berüchtigt und laut seiner Mutter wohl von einem bösen Dschinn befallen, nimmt ihn eine reiche Witwe zu sich und bringt ihm die Annehmlichkeiten des Stadtlebens nahe.

Muhammad Mustagab ist einer der Autoren der modernen arabischen Literatur, die sich am intensivsten mit der Mentalität des ägyptischen Dorfes und dessen Bewohnern befassen, und zugleich einer der spitzzüngigsten Schriftsteller seiner Zeit. Mit treffendem Humor nimmt er das Landleben aufs Korn, das sich zwischen Traditionen und Ritualen, Glauben und Aberglauben sowie den absurdesten Gerüchten und Streitereien abspielt. Dabei ist auch sein Spott über religiöse Traditionen unüberhörbar.

 

Pressestimme

»Die Übersetzer Hartmut Fähndrich und Edward Badeen haben sich mit spürbarem Genuss auf zwei Novellen gestürzt, die den Facettenreichtum des erst relativ spät zur Literatur gekommenen Autors ausweisen. In den Irrnissen und Wirrnissen des Knaben Numân mischt sich die recht handfeste dörfliche Vita Numâns, der schon im Kindesalter seinem nichtsnutzigen und längst entschwundenen Papa im Klauen und Verüben boshafter Streiche nicht nachsteht, mit einem pseudohistoriographischen Duktus, der sich bald in Fussnoten verliert, bald nach Art der Hadith – der Überlieferung von Taten und Worten des Propheten Mohammed – auf glaubwürdige und weniger glaubwürdige Quellen verweist; auch die eine und andere metafiktionale Reflexion ist in den zwischen Getragenheit und sprühendem Schalk irrlichternden Text eingeschossen.«

Neue Zürcher Zeitung

 

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