Ghassan Kanafani: Rückkehr nach Haifa

Roman aus Palästina

Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich

1948 ergreifen während gewaltsamer Auseinandersetzungen in Haifa Tausende Palästinenser die Flucht. Ein Ehepaar wird durch unglückliche Umstände von ihrem fünf Monate alten Sohn getrennt. Sie versuchen erfolglos, zu ihrem Haus und dem Kind zurückzukehren, und bald wird die Grenze zum neu ausgerufenen Staat Israel geschlossen. Erst zwanzig Jahre später betreten sie Haifa wieder. Ihr Sohn Chaled lebt noch in ihrem Haus, doch er trägt eine israelische Uniform und heisst Dov. Er wurde von jüdischen Einwanderern adoptiert. Eine Rückkehr zu seinen leiblichen Eltern lehnt er ab, da er sich seinen Adoptiveltern und Israel mehr verpflichtet fühlt als Blutsbanden.
Ghassan Kanafani wirft existentielle Fragen auf: Hat die Abstammung oder die Erziehung grössere Bedeutung? Was bedeutet Heimat? Ähnlich wie in Brechts "Kaukasischem Kreidekreis" geht es darum, wem das Kind gehört. Und nicht zuletzt zeigt er beide Seiten als Betrogene und Opfer der israelischen und der internationalen Politik.

Pressestimme

»Die Geschichte lässt niemanden kalt. … Der Kurzroman ist eines der Meisterwerke von Ghassan Kanafani, einem der bedeutendsten arabischen Schriftsteller der Moderne.«

Basler Zeitung

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LP 200

96 Seiten, kartoniert
€ 9.90, sFr. 13.–
ISBN 978 3 85787 800 8

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