Iman Humaidan: Fünfzig Gramm Paradies

Roman aus dem Libanon

Aus dem Arabischen von Regina Karachouli

Beirut, 1994. Zehn Jahre sind vergangen, seit Maja ihre Stadt gen Paris verlassen hatte. Nun ist sie in den Libanon zurückgekehrt, die Verheerungen des zu Ende gegangenen Bürgerkrieges sind allerorten sichtbar, nicht nur in den Strassen, auch in den Seelen der Menschen. Bei Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm stösst sie in den Ruinen auf einen abgewetzten Lederkoffer, dessen Inhalt – Briefe, Fotos und Tagebücher – ihr Leben fortan auf den Kopf stellt. Majas unablässige Recherchen führen sie auf die Spur der syrischen Journalistin Nûra, die einst die Flucht wagte, nachdem sich ihr der Geheimdienst an die Fersen geheftet hatte.

Iman Humaidan zeichnet in ihrem Roman kaleidoskopartig ein vielschichtiges Bild vom Leben während des libanesischen Bürgerkrieges und der Zeit danach. Dabei beleuchtet sie das Verdrängen kollektiver und persönlicher Schuld und die Schicksale von Minderheiten – Kurden, Armenier, Juden – in der multikonfessionellen Region.


Fünfzig Gramm Paradies wurde 2016 mit dem Katara-Preis für den arabischen Roman ausgezeichnet.

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267 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 22.–, sFr. 29.–
ISBN 978 3 85787 478 9

E-Book

€ 15.99

ISBN 978 3 85787 953 1

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